Klare Niederlage in Frechen

Spielbericht

HSG Frechen 2 – HSG Refrath Hand 30:18

Am Samstag Nachmittag reisten die Hander Damen deutlich dezimiert und mit lediglich zwei Rückraumspielerinnen zum Tabellenführer nach Frechen. Neben Yvi und Lisa, die leider immer noch verletzt sind, musste man urlaubsbedingt auch auf Helena, Jana und Jenny verzichten. Dennoch hatte man sich viel vorgenommen und wollte sich sicherlich nicht bereits vor dem Anpfiff geschlagen geben. Es musste also ein wenig improvisiert werden. Kati wurde kurzerhand zur Mittelfrau umfunktioniert und machte ihre Aufgabe insbesondere in der 1. Halbzeit richtig gut. Die HSG spielte sicherlich nicht ihren besten Handball, man blieb aber konzentriert und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Dass man kämpfen kann, hatte man in der Saison ja bereits gezeigt. Mitte der ersten Halbzeit nutzen die Frechener Damen die neue Handballregel und agierten im Angriff mit 7 Feldspielern. Der Plan des Frechener Trainers ging allerdings nur bedingt auf. Hinten standen die Hander Damen weiterhin kompakt und ließen nicht allzu viele gute Chancen zu. Man hatte das Gefühl, in Unterzahl funktioniere die Deckung fast noch besser. Es dauerte zwar etwas, bis man begriff, dass das gegnerische Tor leer war, konnte dann aber die Situation für einfache Tore nutzen. Die HSG setzte sich in dieser Phase sogar zwischenzeitlich mit drei Toren ab (8:11), Frechen kam aber bis zur Halbzeitpause wieder bis auf ein Tor heran, so dass es nach 30 Minuten mit 11:12 in die Kabine ging.

In der Pause ermahnte Olli die Mädels nochmals, konzentriert zu spielen, hinten sicher zu stehen und stark auf die Ballseite zu verschieben. Man wollte an die gute Phase Mitte der 1. Halbzeit anknüpfen und glaubte daran, etwas Zählbares mit nach Hause nehmen zu können.

Leider kam es dann anders als geplant. Die Frechener Damen nutzen ihre individuelle Klasse und drehten das Spiel. Schnell lag man mit 3 Toren in Rückstand, versuchte aber weiterhin das Spiel nicht komplett aus der Hand zu geben. Nach 45 Minuten stand es 20:17. Wäre das Spiel zu diesem Zeitpunkt zu Ende gewesen, hätte man insgesamt zufrieden sein können. Aufgrund der vorhandenen Möglichkeiten war vielleicht einfach nicht mehr drin.

Aber ein Handballspiel dauert ja bekanntlich 60 Minuten und somit musste noch eine Viertelstunde gespielt werden. Wobei man, zumindest auf Seite der HSG, kaum noch von Handball spielen sprechen konnte. Man hatte plötzlich verlernt zu Decken und ließ die Heimmannschaft von allen Positionen frei werfen. Man packte nicht mehr zu, verschob nicht richtig und ließ Lara im Tor das ein oder andere Mal alleine. Auch vorne lief es leider nicht viel besser. So zogen die Frechener Damen Tor um Tor davon und gewannen das Spiel am Ende deutlich mit 30:18. Zumindest in der Höhe hätte diese Niederlage nicht sein müssen.

Die Hander Damen haben in ihrer anstehenden vierwöchigen Spielpause einiges aufzuarbeiten. Man muss die Niederlage abhaken, an den Schwächen arbeiten und wieder zu der Spielfreude und der Durchsetzungskraft finden, die die Mannschaft ausmacht. Das konnten die Mädels nicht zuletzt in der Vorbereitung zeigen, wo das ein oder andere Spiel auch gegen höherklassige Gegner gewonnen werden konnte.

Also Mädels: Kopf hoch, Krone richten und weiter geht´s! Die Saison ist noch lang.

Für die HSG spielten und trafen:
Mareike Welling und Lara Wegner im Tor – Dana Schäfer (6/3) , Diana Brandes (4), Milli Couwenbergs (2), Nina Schopen (2), Laura Tillenkamp (2), Kathi Nicolai (1), Steffi Berghausen (1), Lena Köster